Kirchberg Aktuell - August 2025
Liebe Freundinnen und Freunde des Berneuchener Hauses!
„Wir segnen nur Menschen, keine Sachen!“ So tönte es mir vollmundig entgegen, als ich von der Segenspraxis auf dem Kirchberg in einer Theologenrunde erzählte. „Ach so“, entfuhr es mir, „Sie sprechen kein Tischgebet mit der Bitte um Segnung des Essens? Oder sind Sie Kannibale?“
Zugegeben, das war frech von mir. Und das Gespräch verlief auch nicht gerade ohne Holpern weiter. Aber mir war wichtig, zu zeigen, dass es eine vielgestaltigere Segenspraxis gibt, als sich manche vorstellen können. Und gottlob ist diese vermeintlich klare Haltung zur Segenspraxis mittlerweile aufgeweicht und einer reflektierten Einstellung gewichen, die sieht, dass es bei der Segnung immer um die Bitte geht, dass ein Mensch (ja, selbstverständlich stehen Menschen im Mittelpunkt, das hat nie jemand geleugnet) und das, was ihm wichtig ist, der Obhut Gottes, also seiner Aufmerksamkeit empfohlen wird. Dies geht von Gott aus, nicht vom Segnenden, der hier lediglich zum Werkzeug wird. Das Wort „Segen“ ist eine Eindeutschung des lateinischen „Signum“, Zeichen: Was gesegnet wird, wird in den göttlichen Bereich eingezeichnet; Gesegnetsein heißt, mit einem Gotteszeichen versehen sein. Das gilt etwa in der Messfeier am Altar mit den Elementen Brot und Wein. Und das gilt auch für Menschen und das, was sie zum Leben brauchen. Es bedeutet nicht, dass nichts passieren kann. Segen ist keine besondere Form von Versicherung oder ein magischer Schutz. Er stellt eine Beziehung her. Und die sieht vielleicht ganz anders aus als das, was sich der um Segen Bittende vorstellt. Wer oder was gesegnet ist, steht nun in einem Gottesbezug.
Gilt das auch für Tiere? Nun, es gibt die Praxis des Tiersegens, es gibt den Hundesegen nach der Hubertusmesse. Und neulich, beim Reisesegen im Kreuzgarten, war die Frage ganz praktisch da, denn neben seinem Frauchen saß ein Dackel mit in der Runde. Was meinen Sie, haben wir gemacht? Suchen Sie selbst eine passende Antwort.
Einen gesegneten August wünscht Ihnen


19. Kirchberger Dialog: Trotzdem Ja zur Zukunft!
Der Kirchberger Dialog - eine Kooperation von Samariterstiftung, BruderhausDiakonie, Stiftung ZEIT FÜR MENSCHEN und dem Berneuchener Haus Kloster Kirchberg - geht in eine neue Runde. Vom 26. bis 28. Januar 2026 laden wir Führungskräfte aus Kommune, Wirtschaft und Sozialwirtschaft in die einzigartige Atmosphäre von Kloster Kirchberg ein. Sie erwartet eine Tagung mit bereichernden Impulsen und anregenden Gesprächen zum Thema: Trotzdem Ja zur Zukunft! Führungsstark in bewegten Zeiten.
Ein Sprichwort sagt: "Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade draus". Leicht gesagt, doch dahinter steckt eine kraftvolle Haltung:
die Fähigkeit, aus Widrigkeiten Chancen zu gestalten – im festen Glauben
daran, dass aus Saurem Gutes entstehen kann. In einer Zeit, in der
Unsicherheit, Komplexität und Veränderung zur neuen Normalität geworden
sind, braucht es genau diese Perspektive, gerade in
Führungsverantwortung.
Führung bedeutet heute mehr denn je, diese
Haltung zu zeigen, wo andere zögern. Es geht nicht darum, auf alles
Antworten zu haben. Sondern Räume zu öffnen, in denen Neues entstehen
darf. Vertrauen zu geben, wo Orientierung fehlt. Und Menschen zu
befähigen, gemeinsam Wege zu finden, die noch niemand gegangen ist.
„Trotzdem
Ja zur Zukunft!“ – das ist ein mutiger Entschluss. Ein Ja zu
Verantwortung, ein Ja zu Gestaltung, ein Ja zu Menschen, die auf Führung
vertrauen.
Der 19. Kirchberger Dialog will inspirieren, ermutigen
und echten Austausch ermöglichen. Er lädt dazu ein, Perspektiven zu
weiten, sich gegenseitig zu stärken und gemeinsam Wege zu finden, wie
wir in bewegten Zeiten nicht nur bestehen, sondern vorangehen können.
Führungsstark. Menschlich. Und mit Zuversicht.
Zu den Referenten, die wir für den 19. Kirchberger Dialog gewinnen konnten, gehören u. a. der Trend- und Zukunftsforscher Matthias
Horx und der renommierte Führungsexperte und Bestsellerautor Alexander Groth.
Nähere Informationen zum 19. Kirchberger Dialog finden Sie hier...
Unsere Seminare im August und September
Heilkraft in Wald- und Wiesenkräutern entdecken mit Cornelia Wirsich (15.-17.08.2025)
Meinen Wüstenweg gehen mit Thomas Teichmann (21.-24.08.2025)
Wie du atmest, so lebst du mit Ulrike Fina von Gizycki (21.-24.08.2025)
Schweigetage für Frauen mit Dorothea Frank (25.-27.08.2025)
Ikonenmalen mit Victor Preibisch (04.-14.09.2025)
Choratelier Musica sacra mit Prof. KMD Jürgen Budday (08.-13.09.2025)

Neue Veranstaltung: Beherzt leben - Tage der Stille in der Zeitenwende
Die weltweiten Krisen und schwierige Lebenssituationen erschüttern uns. Wie können wir angesichts all dessen noch Lebensmut und Lebensfreude finden für die Zukunft? Seelische Widerstandskraft ist gefragt: an Schwerem wachsen, sich mit anderen verbinden, Ruhe finden, Dankbarkeit einüben.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in diesen Tagen vom 17. bis 20. November ihre Verbindung mit dem Wesentlichen stärken, die es ermöglicht, etwas zu tun für eine bessere Welt in uns und um uns herum. Dazu wird die Gruppe schweigen, auf biblische Impulse hören, in der Stille sitzen, viel persönliche Zeit haben zum Nachdenken, Schreiben, Ausruhen, in der Natur sein. Es gibt die Möglichkeit zum Einzelgespräch.
Kursleiterin ist Pfarrerin i. R. Angelika Volkmann, Transaktionsanalytikerin in eigener Praxis und Kontemplationsbegleiterin Via Cordis.
Hier erfahren Sie mehr über dieses Seminar.
Musik auf dem Kirchberg
Am 11. September laden wir Sie zu einer kleinen Musikalischen Vesper mit dem Chorcamp Luminis unter der Leitung von Emanuelle Lerch ein, Beginn ist um 18 Uhr.
Der Projektchor des Chorateliers Musica sacra präsentiert am 12. September um 19.30 Uhr unter der Leitung von Prof. KMD Jürgen Budday sein Abschlusskonzert in der Johanniskirche.
Ein musikalisch-literarisches Programm zur Schriftstellerin Hilde Domin zeigt das Dennoch-Ensemble am 28. September in der Elisabeth-Kapelle. Die Veranstaltung im Rahmen der Kirchberger Klostermusik beginnt um 16 Uhr.
Der Eintritt zu diesen drei musikalischen Veranstaltungen ist frei, Spenden sind willkommen.

Ausstellung mit Holzskulpturen von Otto Klein
Seit vielen Jahren ist Otto Klein aus Leonberg (*1932) mit den Hölzern heimischer Bäume sehr vertraut. Zahlreiche ausdrucksstarke Skulpturen sind dabei entstanden. Dabei war es ihm immer wichtig, seinen Arbeiten ein passendes Bibelwort voranzustellen. Mal fiel Otto Klein das Bibelwort schon beim ersten Betrachten eines Holzstückes ein, mal beim Prozess des Bearbeitens.
Nun stellt Otto Klein, der dem Kirchberg seit Jahrzehnten verbunden ist und sich auch in der Kunstsammlung Helmuth Uhrig engagiert, einige seiner Skulpturen mit den entsprechenden Bibelworten im Berneuchener Haus Kloster Kirchberg aus.
Am 7. September um 10.45 Uhr Uhr laden wir herzlich ein zu einer Vernissage, bei der Künstler anwesend sein wird.
Die Ausstellung ist geöffnet vom 7. bis zum 28. September 2025, jeweils von 10 bis 18 Uhr.
Das Foto zeigt ein Werk zum Bibelwort: Der Herr verschaffte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen (Jona 2, Vers 1).
Wir freuen uns, Sie bald wieder auf dem Kirchberg begrüßen zu
dürfen und wünschen Ihnen eine gute Zeit bis zum nächsten Kirchberg
Aktuell!
Herzlichst
Ihre Frank Lilie, Andreas Teufel und das gesamte Team vom Berneuchener Haus Kloster Kirchberg